Das Loch

Zusammen mit Jürg Schluep grub ichein Loch in den Garten der prächtigen Villa in La Corbière am Neuenburgersee. Das Loch hatte die Ausmaße eines Benzinfasses, das wir irgendwo auf dem Gelände entdeckt hatten: Durchmesser 60cm, Tiefe 90cm. Wir positionierten das Loch auf der Symmetrieachse der Villa und wählten die Distanz zu dieser intuitiv. Beim Graben stießen wir just auf eine Leitung, wohl eine Wasserleitung, per Zufall?

Nachdem wir das Loch ausgehoben hatten und somit unser Ort eindeutig bestimmt war , schaufelten wir die Erde gleich wieder zurück in das Loch! Die jetzt lockere Erde nahm natürlich mehr Volumen ein, als zuvor. Somit entstand ein kleiner Hügel. Auf diesen pflanzten wir das hier ursprünglich wachsende Gras zurück. Mit der Zeit wird sich die Erhebung wieder senken, und die Spuren der Arbeit werden im Gras verschwinden.

Wenn man zu einer bestimmten Zeit einen bestimmten Ort leert und wieder füllt, oder füllt und wieder leert, ohne sonst irgendwie Einfluss darauf zu nehmen, dann ist dieser Ort am Schluss doch anders als zuvor. Dies gilt sowohl für Das Loch wie auch für das Village Nomade, das diesen Sommer auf La Corbière durchgeführte Projekt der Jour par jour Compagnie zur Belebung der Villa: www.jourparjour.net