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Das künstlerische Projekt weicht dieser pragmatischen Versuchsanordnung wieder dezidiert aus. Es schlägt eine abstrakte Skulptur vor, deren Seitenlängen des quadratischen Grundrisses 36 Meter lang und die Höhe mit 18 Metern halb so hoch ist. Dieser halbe Würfel ist gegen Norden ausgerichtet. Die Masse der Skulptur wird jedoch völlig aufgelöst, indem die Skulptur als filigranes Gerüst gebaut wird. Somit entsteht eine fast vollkommen transparente Strichzeichnung, welche uns sehen lässt, was bei einem massiven Bau dieser Form nicht mehr sichtbar wäre. Die Räume, welche zwischen dem Gerüst und den bestehenden Bauten entstehen, sind auch nicht als konkreter urbanistischer Vorschlag zu verstehen, sondern eher als urbanistisches Prinzip, welches vorn und hinten, groß und klein, offen und geschlossen einander gegenüberstellt. Gleichzeitig behält das Projekt dank seiner Transparenz die Qualitäten der heutigen Zwischenlösung im Auge, nämlich die durch das fehlende Monument entstehende Heterogenität des Platzes als Zeichen einer heterogenen Gesellschaft – oder: das Terrain Vage als zeitgenössische urbane Typologie im historischen Kern der Stadt.

Das Projekt wird zurzeit auf stadtpolitischer Ebene diskutiert.