Borromaxi

Borromaxi ist das zweite grosse Mosaikprojekt, das ich zusammen mit Jürg Schluep realisiert habe, jedoch das erste im öffentlichen Raum. Uns war wichtig, die Resultate die aus unseren Gesprächen und aus unserer Zusammenarbeit entstehen, und die sich eigentlich immer um das Thema der Stadt drehen, auch mit der Stadt und deren Bevölkerung zu konfrontieren.

Die Häuser zwischen dem Lungotevere und der Via Giulia werden am südlichen Ende immer schmaler, bis sie nur noch in Form einer Mauer auslaufen. Die Stirnfront dieser Mauer, die vom Ponte Sisto aus sichtbar ist, erschien uns als städtebaulich geeigneter Ort, für eine markante Intervention. Wir entschlossen uns ein Mosaik an dieser Stelle anzbringen.

Das Motiv bezieht sich auf zwei typische Elemente aus Borrominis baukünstlerischem Repertoire: die Spirale und die optische Täuschung. Gleichzeitig fügen die Farben rot und weiss das Mosaik unmissverständlich in seinen urbanistischen Kontext ein: nämlich am Scheidepunkt zweier Strassen zu stehen.

Das Mosaik wurde ohne Bewilligung am hellichten Tag während den üblichen Arbeitsstunden montiert.