Il Tempietto

Installation, 2005, Festa d'inaugurazione, ISR, Roma

Bei einem Pavillon im Garten des Schweizerischen Instituts habe ich in das Dach und in die Bodendecke eine kreisförmige ca. 45 cm große Öffnung geschnitten und im darunter liegenden Erdreich ein ebenso großes und ca. einen Meter tiefes Loch gegraben.

Mir stand während meinem Aufenthalt als Künstler am ISR ein Atelier im prachtvollen Garten zur Verfügung - der erwähnte, eher schäbig anmutende Pavillon. Schäbig war zwar die Konstruktion, nicht aber die räumliche Qualität des Pavillons. Dank seinem quadratischen Grundriss und den großzügigen Öffnungen befand man sich in Mitten der üppigen Vegetation des Gartens. Diese Stimmung erlaubte mir eine nie zuvor gekannte Konzentration.

Bevor die beiden Gartenateliers im Laufe der Umstrukturierungen am Institut ersetzt wurden, konnte ich sie für künstlerische Interventionen nutzen. Beeindruckt von den außergewöhnlichen, oft unsinnig anmutenden architektonischen Formen, denen man in Rom begegnet, sah ich die Gelegenheit, solche Formen versuchsweise an einem banalen Alltagsbau zu reproduzieren. (Fortsetzung nächstes Bild)